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Ihr Engagement wirkt!

Eine Voraussetzung für die Beseitigung von Armut auf der Welt ist die Ausbildung von Mädchen und Frauen, denn Armut wird über Generationen weitergegeben. Derzeit können weltweit 58 Millionen Kinder im Volksschulalter nicht in die Schule gehen und geschätzte 781 Millionen Menschen im Alter von 15 oder älter können weder lesen, noch schreiben. Ein Großteil dieser Menschen leben im subsaharischem Afrika und Südostasien.

Die Ausbildung von Mädchen und Frauen bedeutet mehr, als nur in die Schule gehen zu können. Es bedeutet unter anderem, dass sie jenes Wissen und jene Fähigkeiten lernen, die es ihnen ermöglichen sich am Arbeitsmarkt behaupten zu können um für sich und ihre Familien ein Einkommen zu generieren,  Entscheidungen über das eigene Leben treffen zu können, das Gelernte ihren Kindern weiterzugeben und zum Fortschritt in ihren Gemeinden und Dörfern beizutragen.

Two Wings unterstützt daher seit über 20 Jahren in der südlichen Hemisphäre nachhaltige Ausbildungsprojekte, die jeweils vor Ort entstanden sind. Vor allem wird darauf Wert gelegt, dass Mädchen und Frauen Zugang zur Bildung erhalten und dass das was gelernt wird, auch praktisch angewandt werden kann und zum Wohlergehen der ganzen Gemeinde beiträgt.

Dank vieler ehrenamtlicher und kompetenter Unterstützer, die durch ihre Zeit, Fähigkeiten und finanzielle Mittel zur Besserung der Welt beitragen, konnten in diesem Zeitraum tausende Menschen eine Ausbildung erhalten.

Anlässlich der TwoWings Preisverleihung 2002: „Viele Zyniker sagen Entwicklungszusammenarbeit ist wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Für mich ist Entwicklungsarbeit immer ein Tropfen in den Ozean.“

Sir Peter Ustinov
Über Two Wings
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Unsere Leitprinzipien

„Die Welt des Menschen besitzt zwei Schwingen – die männliche und die weibliche. Solange beide Schwingen nicht gleich stark sind, wird der Vogel nicht fliegen.“

„Betrachte den Menschen als ein Bergwerk, reich an Edelsteinen von unschätzbarem Wert. Nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt und die Menschheit daraus Nutzen ziehen kann.“

Two Wings sieht in der Entwicklungszusammenarbeit in Menschen Potential – wie ein Bergwerk reich an Edelsteinen – und Hoffnungen, wie alle Menschen sie haben. Daher ist die Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern durch gegenseitigen Respekt und Beratung auf Augenhöhe gekennzeichnet.

Entwicklung soll nicht ein Prozess der Nachahmung der so genannten „entwickelten“ Länder sein. Die Projekte unterstützen die Teilnehmer dabei selber Lösungen für Herausforderungen in der Region zu finden und anzuwenden.

Die ausgewählten Projekte legen ihren Schwerpunkt nicht auf Defizite, die überwunden werden müssen, sondern auf Potentiale und Ressouren, die gefördert und entwickelt werden können.

Two Wings ist überparteilich und überkonfessionell. Die geförderten Projekte sind ohne Einschränkung für Menschen aller Ethnien, Kulturen und Glaubensrichtungen offen.

Bei der Projektauswahl stehen die Nachhaltigkeit des Projekts und seine Auswirkungen auf die Teilnehmer, sowie die betroffenen Bevölkerungsgruppen im Vordergrund.

Derzeitige Projekte

2016 und 2017 unterstützt Two Wings Projekte in Kolumbien und Papua Neuguinea

Fundaec

BILDUNG SCHAFFT EINEN NEUEN LEBENSRAUM

Ausbildungsprogramm hilft der Landbevölkerung Kolumbiens mit zielorientierten Unterrichtseinheiten

Kolumbien ist von hoher Kriminalität sowie Armut, Landflucht und Bildungsmangel gekennzeichnet. Bei der Entwicklung geeigneter Ausbildungsprogrammestieß man auf große Schwierigkeiten. 1974 erprobten Professoren und Studenten der Universität del Valle in Cali an einer Gruppe von 20 Jugendlichen eine andere Art der Wissensvermittlung. Die NGO Fundaec, Foundación para la Aplicación y Ensenanza de las Ciencias (Stiftung für die Anwendung und Lehre der Wissenschaften) wurde gegründet. Ziel war es, mit der Landbevölkerung eine für die örtlichen Gegebenheiten konzipierte Wissensvermittlung zu entwickeln, die den Menschen Fähigkeiten vermittelt, die es ihnen ermöglichen, in ihrer dörflichen oder städtischen Umgebung als „Promoter of Community Wellbeing“ eine Änderung zu bewirken.

Maßgeschneidertes Bildungsprogramm

Fundaec führt das Wissen der Einheimischen mit den Potenzialen moderner Wissenschaft und Bildung zusammen. Auf dieser Grundlage betreibt sie Forschung, bildet aus und fördert Projekte. Zu ihren Forschungs- und Handlungsfeldern zählen Landwirtschaft, Erziehung, Technik, Unternehmensgründung und Gemeindeentwicklung.

Vorzeige-Projekt

Fundaec wurde von Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker als eines der „besten pädagogischen Projekte“ gelobt und ist ein weltweites EXPO 2000 Projekt. Es basiert auf einem positiven Menschenbild. Grundvoraussetzung ist die Überzeugung, dass der Mensch selbst der Schlüssel für den Weg aus seiner Ausweglosigkeit ist. Die staatlich anerkannte Schulbildung umfasst drei Etappen. Der Abschluss der dritten Stufe ist dabei gleichrangig mit dem Abitur.

Lehren und Lernen ohne Hierarchien

Ein Netzwerk von rund 40.000 Studenten nimmt an
einem dezentralen Ausbildungssystem teil, das sie zum Aufbau von lokalen Projekten und Strukturen zur Verbesserung des Gemeindelebens befähigt. Besteht in einer Ortschaft der Bedarf nach einer Schulgruppe, so wird zunächst eine Person mit Abitur gewählt, welche bereit ist, eine Gruppe von 10 bis 25 Tutoren auszubilden. Diese Tutoren erhalten eine Schulung, unterrichten später und bilden dabei eine Lernatmosphäre ohne Hierarchien. Das Unterrichtsmaterial ist Fächer übergreifend. Die Schüler können während der Ausbildung in ihrer Heimatgemeinde bleiben und ihr Wissen bei der täglichen Arbeit verwerten. Um die Erfahrung der Dorfgemeinschaft in das Projekt zu integrieren, wurden Gruppenberatungen eingeführt.

Fundaec hat Zukunft

Auch Fundaec hat sich in über 30 Jahren entwickelt. Heute gibt es drei Zweige. Neben dem Schulprogramm entstand 1990 eine Universität mit einem sechsjährigen Studium. Als dritten Zweig hat Fundaec Agrarproduktionsstätten ins Leben gerufen. In speziellen Kursen lernt die Bevölkerung, einheimische Produkte weiterzuverarbeiten und auf dem Markt zu verkaufen.

BILDUNG FÜR DEN FORTSCHRITT UND DAS WOHLERGEHEN DER GEMEINDE

Ein Programm unterstützt die Entwicklung in Papua Neuguinea und auf den Solomon-Inseln

Die Rays of Light Stiftung wurde eingerichtet, um sich mit den Bildungsbedürfnissen junger Menschen in den dünn besiedelten, abgeschiedenen Regionen von Papua-Neuguinea und den Solomon Inseln zu befassen. Der Mangel an Schulplätzen für alle, die die Sekundarschule besuchen wollen, bedingt, dass viele Schüler des achten Jahrgangs keine Wahlmöglichkeit haben, ihre Ausbildung fortzusetzen. Das Fehlen von Oberschulen, unzureichende Geldmittel und schlechte schulische Leistungen können Schüler in ländlichen Gebieten daran hindern, ihre Ausbildung fortzusetzen. Diese Umstände schränken die Zukunft junger Menschen in ländlichen Gebieten ein und führen zu einem vorzeitigen Ende ihrer Ausbildung in einer so entscheidenden Phase in ihrer intellektuellen und geistigen Entwicklung.

Das Preparation for Social Action Program (PSA)wird in drei Studien-Ebenen eingeteilt. Diejenigen die das erste Stadium durchlaufen haben, erarbeiten sich die Bezeichnung „Förderer des Wohlergehens der Gemeinde“. Diese Qualifikation entspricht den ersten beiden Jahren der Sekundarschule, die in einigen Systemen sogar die letzte Phase der
Grundausbildung darstellt. Das Programm ist sowohl für diejenigen gedacht, die keinen Zugang zu irgendeiner anderen Form sekundärer Ausbildung haben, sowie für jene, die bereits eine höhere Ausbildung in einem anderen Kontext durchlaufen. Der hauptsächliche Beweggrund für die Einschreibung in das Programm sollte der Wunsch sein, eine wirkende Kraft in Bezug auf Veränderung zu werden. Es wird erwartet, dass nach Beendigung dieses Einstiegsstudienkurses die Teilnehmer ein starkes Vorsatzempfinden entwickelt haben werden, die Verantwortung für ihr eigenes intellektuelles und geistiges Wachstum zu übernehmen und zur positiven Veränderung der Gesellschaft beizutragen. Der Lehrplan des Preparation for Social Action Programm ist akademisch anspruchsvoll und vielen Beurteilungen zufolge mit den besten Programmen der Welt zu vergleichen. Was das PSA von den
meisten anderen Ausbildungsprogrammen unterscheidet, ist die Betonung sowohl auf intellektuelle, als auch moralische Ermächtigung. Durch einen Forschungs-Handlungs Lern-Ansatz wenden die Teilnehmer ihr neu erworbenes Wissen in den Bereichen des Dienstes an, die sich auf die Bedürfnisse ihrer Gemeinde beziehen und sind aktiv beteiligt an der individuellen und kollektiven Wandlung, arbeiten für den materiellen und geistigen Fortschritt der Gemeinde und werden zu wahren Protagonisten ihrer eigenen Entwicklung.

Dienst an der Gemeinde

ist ein zentrales Merkmal des PSA-Lehrplanes.Der Abschnitt des PSA-Programms „Förderer des Wohlergehens der Gemeinde“ enthält 26 Lerneinheiten. Anstatt Wissen in die traditionellen Themenbereiche einzuteilen, konzentriert sich das Programm auf die Vermittlung von unterschiedlichen Fertigkeiten, die relevante Elemente vom Gesamtwissen integrieren, um Ausbildungsmaterial bereitzustellen, das die Schüler darauf vorbereitet, für die Umgestaltung der heutigen Gesellschaft zu arbeiten. Aus praktischen Gründen werden die 26 Einheiten allgemein in fünf Bereiche – einschließlich Mathematik, Sprache, Wissenschaft, Technologie und Dienst an der Gemeinde – aufgeteilt; aber jede Einheit berücksichtigt Kenntnisse aus anderen Fächern, bindet relevante Konzepte, Informationen und Fertigkeiten ein, um Fähigkeiten in den Schülern heranzuziehen, die sie auf einem

Pfad des Dienstes

an der Gemeinde befähigen.Als Tutorenkurs wird das PSA-Programm in kleinen Gruppen in einem örtlichen Rahmen mit der Hilfe eines Tutors durchgeführt. Der Tutor ist ein ausgebildeter Lehrer, der mehr als die Schüler weiß. Dennoch ist der Lehrer auch ein Lernender. Tutoren führen durch die Lehrbücher, werfen Fragen auf und helfen dabei, Antworten zu finden, erklären Sachverhalte, ermutigen die Reflexion von praktischer Erfahrung und beaufsichtigen Experimente und soziales Handeln. Sie halten keine Vorträge oder schreiben etwas vor, sind jedoch auch nicht bloße Moderatoren von Gruppendiskussionen. Teilnehmer ziehen einen Nutzen daraus, „wahre Protagonisten“ ihrer eigenen Entwicklung zu sein und lernen aus ihrer eigenen Reflexion und dem Gespräch mit anderen. In den nächsten Jahren wird die Rays of Light Stiftung hunderte Schüler dabei unterstützen, das PSA-Programm zu durchlaufen und so mit Ausbildung Zukunft zu stiften. Das PSA Programm wurde von FUNDAEC, einer kolumbianischen Entwicklungsorganisation, entwickelt.
FUNDAEC blickt auf eine über 30-jährige Erfahrungin der der Ausbildung von jungen Menschen in dörflichen Umgebungen. Mehr als 30000 Jugendlichen wurde so ermöglicht, ihren Schulabschluss nachzuholen. Das von FUNDAEC entwickelte PSA-Programm wird nicht nur in Papua- Neuguinea und den Solomon-Inseln, sondern auch in Zambia, Kenya, Uganda und Cameroon bereits erfolgreich eingesetzt. Es wird dabei an die jeweiligen kulturellen und sozialen Gegebenheiten mit viel Fingerspitzengefühl angepasst.

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